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D E R S T E I N D E S ( G E D A N K E N ) A N S T O S S E S
jeder hundebesitzer will nur das beste für seinen liebling.
oft ist ihm aber nicht bewusst,
was er damit in seinem hund kreiert.
er handhabt es halt so, wie's alle anderen doch auch tun...?!
leider aber wird das verhalten des hundes
von manch hundehaltern
immer noch mehrheitlich falsch interpretiert...
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der mythos «er liebt dieses spiel!»
so manch ein hund fährt total ab, kaum:
- kommt der kong, das frisbee, der ball oder das stöckchen
zum vorschein
- sichtet er wasser,
um sofort nach steinen zu fischen oder luftbläschen zu jagen
das ganze ist kein spiel für diesen hund, sondern pures suchtverhalten,
dem er hilflos verfällt.
er schafft es nicht, aus eigener kraft aus diesem «(spiel)film» auszusteigen.
dieser hund ist in einem neurotischen verhaltensmuster gefangen.
diese objektfixierung...
ist ein:
- neurotisches verhalten, das der mensch im hund kreiert hat
- stresszustand
der mythos «positive erwartungshaltung»
konditioniertes suchtverhalten
wird oft verwechselt und deshalb gleichgesetzt mit einer
positiven erwartungshaltung.
es ist traurig, wenn der mensch:
- nicht mehr unterscheiden kann, ob sein hund
«das glas wein» am geniessen ist oder es bereits braucht...
- seinen hund einfach umkonditioniert statt beziehungsarbeit zu leisten,
um einfach den von ihm erwünschten «effekt» zu erzielen,
ohne die gemütsverfassung seines hundes dabei zu hinterfragen...
der mythos «es ist doch nichts passiert!»
- stimmt: kein hund wurde physisch gelöchert
- aber: gewaltige brüche dürften auf der mensch- hund beziehungsebene erfolgt sein...
regeln noch alles die hunde allein,
oder
sorgt der mensch schon für die sicherheit seines liebsten
??? |
laufen die menschen noch ihren hunden nach,
oder
gehen sie ihnen schon führend voraus
??? |
der mythos «leckerli aus der hand»
- natürlich schafft das bindung – zum leckerli!
(NICHT zum herr- bzw frauchen! bitte AUFWACHEN!)
- wissenschaftlich belegbar ist, dass handfütterung abverlangendes verhalten kreiert
und bis zu aggressivem fordern ausarten kann,
wenn's vom gegenüber nicht erhört wird
- durch leckerli-abgabe für ein bestimmtes verhalten wird der hund «erkauft» – beziehung sieht anders aus!
- welcher rudelführer würde zulassen, dass ein artgenosse ihm futter aus dem fang nimmt?!
der mythos «folgen»
- folgen hat nichts mit unterordnung zu tun
- wer führungsqualitäten beweist, dem wird freiwillig folge geleistet
- die natürliche folgebereitschaft des hundes wird vom menschen untergraben, wenn er befehle an ihn erteilt, die für den hund unsinnig sind
es muss dauerstress bedeuten für einen hund,
wenn seine erwartungshaltung geweckt wird...
- jedes mal, wenn die menschenhand in die jackentasche greift
- jedes mal, wenn sich der menschen in die küche begibt
- jedes mal, wenn der kühlschrank geöffnet wird
- jedes mal, wenn sich der menschen an den esstisch setzt
der mythos «anhänglichkeit»...
es ist kein zeugnis davon, wenn der hund:
- dem menschen auf schritt und tritt folgt
- mit dem kopf auf dem fuss des menschen schläft
- sich unter den tisch legt, wenn der mensch sich dort setzt
- zu hause nicht ruhig alleine bleiben kann
- jammert und jault, wenn sich der mensch entfernt
der mythos «spiel»
dahinter steht keine «spiel»absicht, wenn:
- zwei sich fremde hunde aufeinander zusteuern
- ein hund sich einem fremden hund gegenüber ganz klein-«freundlich»- lefzenleckend-rutewedelnd gibt
dahinter stehen hochgradige unsicherheit seitens hund
und ein mensch, der seinen hund weder führt noch beschützt
- es gibt kein «spiel» des spielen willens – auch nicht unter hunden
der mythos «dem hund angst beibringen»
wenn der mensch:
- konflikte meidet durch laufen grosser bogen um etwas/ jemanden, dann
führt er seinen hund in sicherheit
- schwierigkeiten regelt, während sein hund zuschauen darf, dann
stellt er sicherheit her
- einen herankommenden (hund) empfängt oder abfängt, dann
klärt er sicherheitsfragen
dieser mensch beweist einerseits führungsqualitäten, anderseits dient er als friedliches vorbild, an dem sich der hund orientieren kann –
zwecks nachahmung!

wenn sie gebeten werden, ihren hund bei sich zu behalten...
warum ist er eigentlich nicht bei ihnen? warum entfernt er sich?
- ist es keine frage/ argument:
- wem das grundstück gehöre
- dass sie egoistisch seien, weil sie ihren hund nicht anderen zur freien
verfügung stellen (wer von beiden hat hier eigentlich die egoistischen
erwartungen?!)
- dass alle dieselben rechte hätten (und deshalb auch ein unzuverlässiger
hund unkontrolliert herumrennen dürfe...?!? :o§ )
- dass alle hundehalter ihre hunde hier auch freilaufen liessen
- dass das grundstück von anderen hundehaltern spezifisch zum
freilaufenlassen aufgesucht werde
- dass der hund nichts mache, lieb sei, nur spielen wolle usw.
(vielleicht ist der andere hund ja böse!)
- dass der andere hund ein maulkorb tragen müsse, wenn er schwierig-
keiten habe mit fremden hunden
- dass ein hundehalter, der keine fremden hundekontakte wünscht,
woanders spazieren gehen solle!
- leisten sie dieser bitte einfach ohne diskussion folge, egal wie
(bei fuss ohne oder mit leine)
- ein auszug aus der broschüre «Ich habe einen Hund» vom BVET:
«
Begegnungen auf dem Spaziergang
Einige Hunde rennen auf Sportler/innen oder Spaziergänger/innen los, verfolgen sie oder zwingen sie,
stehen zu bleiben. Dieses Verhalten erzeugt missliche Situationen
und kann sogar zu Unfällen führen.
Überdies haben viele Leute Angst vor Hunden, und das oben genannte Verhalten des Hundes
verschlimmert die Situation in der Regel noch.
Oft bestimmen die Hunde und nicht deren Halter/innen die soziale Kontaktaufnahme.
So können zwischen Hunden plötzlich Konflikte auftreten, bei denen die Halter/innen gebissen werden,
weil sie versuchen, die Kontrolle über die Situation zu gewinnen
Wie vorbeugen?
• Rufen Sie Ihren Hund frühzeitig zurück, wenn Sie anderen Leuten
oder Hunden begegnen.
• Nehmen Sie Ihren Hund an die Leine oder führen Sie ihn bei Fuss.
• Lassen Sie Ihren Hund, wenn er nicht sicher abrufbar ist, an der Leine.
• Je nach Situation, lassen Sie ihn wieder frei, nachdem Sie am Sportler/
an der Sportlerin oder am Spaziergänger/an der Spaziergängerin
vorbeigegangen sind oder nachdem Sie sich mit dem /r anderen
Hundehalter/in verständigt haben.
»
→ hier geht's zur broschüre!
das vorauslaufenlassen...
warum möchte denn der hund nicht hinter/ neben ihnen laufen???
- gleicht einer abgabe der führung, denn nun folgt ja der mensch dem hund
- programmiert fehlkonditionen vor, denn nun muss der hund ja immer zurückgerufen
und evtl. auch angeleint werden, wenn etwas entgegenkommt (> rückruf = gefahr in sicht!)
der mythos «leine»...
- für einen hund ist es keine frage, ob der entgegenkommende angeleint ist oder nicht.
«alarmzeichen» sind für ihn, wenn der andere:
- seinem menschen vorausläuft (auch angeleint!)
- unkontrolliert unterwegs ist (kein mensch in sicht)
- sich gebärdenhaft bzw an der leine zerrend aufführt
- ihn starr fixiert
- ihn anbellt
- wenn ein angeleinter hund entgegenkommt, muss der eigene nicht angeleint werden, wenn er ohne leine zuverlässig bei fuss läuft
- nur ein zuverlässiger hund (ein junger hund kann das niemals erfüllen!) sollte ohne leine unterwegs sein, denn das ab- u. anleinen fördert fehlkonditionierungen!
der mythos «bewegungsbedürfnis»
der hund hat kein bewegungsbedürfnis (!) sondern
bewegung ist:
- kommunikation
- stressabbau
... und sollten anlass dazu geben,
zu hinterfragen:
- was will mir meine hund sagen?
- was hat seinen stress kreiert?
um zu beantworten:
- wie kann ich darauf eingehen?
nicht bewegung sondern geistige arbeit machen einen hund müde –
der einklang von körper und geist zufrieden!

der mythos «schnüffelbedürfnis»
der hund hat kein schnüffelbedürfnis (!) sondern
schnüffeln ist ausdruck von:
- territorialen bzw.
- jagdlichen bzw.
- sexuellen
bedürfnissen
... und sollten anlass dazu geben,
zu hinterfragen:
- welche territoriale fragen klärt mein hund?
- welche jagdliche ambitionen verfolgt mein hund?
- welche sexuelle defizite hat mein hund?
um zu beantworten:
- wie kann ich darauf eingehen?
der mythos «freude»
- rutewedeln
- stürmisches verhalten
- ungezügeltes hochspringen
- leinenzerren
... sind nicht unbedingt ausdruck von freude!
die sage «hundeschule»
ein kind wird in die schule geschickt, an der eine ausgebildete lehrperson ihm lesen, schreiben, rechnen, sachkunde und sozialverhalten beibringt.
der mensch kauft sich einen hund und geht in eine hundeschule in der meinung, dass ER seinem hund etwas beibringen kann, ohne vorher gelernt zu haben, wie...
er erwartet dort eine kurze «betriebsanleitung» – bei dessen «anwendung» sein hund dann «funktionieren» soll!
tja...
): weder ihm noch dem hund wurde ein lernprozess gegönnt :(
wer würde sein kind einer lehrperson anvertrauen, die nicht ausgebildet wurde?...
es ist doch langsam zeit, dass wir unsere hunde
wirklich verstehen lernen
– wir sind ihnen vor allem DAS schuldig...
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